Schiebermütze

Die Schiebermütze oder Batschkapp, wie sie im Hessischen genannt wird, hat eine lange Tradition. Früher war sie eindeutiges Erkennungszeichen für Charaktere des Milieus, denen ihr Ruf vorauseilt. Heute sind Schiebermützen modisches Utensil mit enormer Ausstrahlung. Brad Pitt trägt sie genauso wie Paris Hilton, sie ist Markenzeichen von Bodo Bach oder Heinz Becker und Russel Crowe verleiht die Mütze als Boxer Jim Bradock unverwechselbare Eigenschaften.

Die Schiebermütze feiert Renaissance. Zu Recht, denn sie ist nicht nur kleidsam, sondern macht aus ihrem Träger einen echten „Typ“. Der Begriff Schiebermütze geht zurück auf das Berlin der 30er Jahre; dort wurden Vorarbeiter, die berufsbedingt diese Mützenart trugen, Schieber genannt. Die Schiebermütze, nicht zu verwechseln mit einer Baskenmütze, ähnelt einer Ballonmütze und hat einen durchgenähten, flexiblen Schirm. Meist wird sie aus dickem Woll-Tweed hergestellt.

Mittlerweile sind Schiebermützen echte Trendsetter und werden von Damen genauso gerne getragen wie von Herren. Karierter Tweed herrscht zwar im Design vor, doch die Schiebermütze gibt es uni genauso wie aus Leder, Strick oder Cord.Schiebermützen wecken starke Gefühle. Kein Wunder, dass sie auf der New York Fashion Week unverzichtbarer Bestandteil der männlichen und weiblichen Outfits sind. Im Herbst 2011 angesagter denn je gehören Schiebermützen zweifellos zu den absoluten Must haves der Saison